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Donnerstag, 17. Februar 2011

Der Routeburn- und der Caples-Treck

Wir sind zurueck, etwas erschoepft und wieder zerstochen von Sandfliegen, aber happy, dass alles gut geklappt hat (wir hatten ausreichend zu essen und die Rucksaecke waren trotz Zelt und Schlafsaecken nicht zu schwer).
Der Routeburn-Treck ist einer der great walks in NZ , der zu den schoensten Wanderungen des Landes zaehlt. Man muss vorher z.B. uebers Internet einen Schlafplatz in der Huette (50 NZ Dollar) oder auf einem Campingplatz (15 Dollar) buchen. Die Plaetze sind limitiert, um zu vermeiden, dass zu viele Leute den Treck wandern und die besondere Atmosphaere dadurch zerstoert wird. Der Treck dauert ungefaehr zwei Tage. Wir haben zwei Naechte auf dem Routeburn uebernachtet. Anschliessend kann man z.B. den Caples-Treck anschliessen, der nicht zu den great walks gehoert, d.h. man benoetigt keine Anmeldung, man kann in den Huetten uebernachten oder free Camping im Gelaende machen, 50 Meter vom Weg entfernt.
Wir haben vier Naechte draussen gezeltet, hatten Glueck mit dem Wetter, abends war es zwar ziemlich kalt und auch am Morgen, aber tagsueber viel Sonne und weitgehend tolle Sicht auf Berge und die Taeler.
Waehrend die great walks toll ausgebaut sind mit parkaehnlichen Wegen, Bruecken ueber jeden Bach und einer sehr guten Beschilderung, war das beim Caples-Treck nicht so.
Wir begannen den Treck, indem wir einen deutlichen Hinweis ignorierten, diesen Weg nicht zu gehen, weil er neu ausgebaut wird und wegen der starken Regenfaelle in der letzten Zeit Gefahren birgt. Die ersten 90 Minuten des Trecks lieferten dann das Angekuendigte: Wir mussten Baeche ueberqueren (Wanderschuhe ausziehen), die Wege standen unter Wasser, es ging steil den Berg hinauf ueber Wurzeln und Steine, es war mehr ein Klettern als ein Wandern. Bei der dritten Bachueberquerung passierte es dann. Markus hatte Angst im Matsch zu versinken und ich wollte ihm wagemutig zeigen wie man den Bach auf einem Baumstamm ueberquert. Dieser bewegte sich leider, als ich schon mit einem Bein am anderen Ufer stand und ich sacke mit den Beinen und auch mit meiner kurzen Hose ins Wasser. Da war die Panik gross, ich konnte mich zwar schnell ans andere Ufer ziehen, aber alle Inhalte der Hosentaschen waren leicht nass geworden. Auch den Fotoapparat hatte es erwischt. Er gab nach dem Oeffnen den Geist auf. Der weitere Aufstieg auf den Berg war etwas betruebt, weil wir davon ausgingen den Apparat zerstoert zu haben. Aber am naechsten Tag - oh Wunder -, nachdem wir ihn laengere Zeit in die Sonne gelegt hatten, war alles wieder in Ordnung. Glueck gehabt!

Fuer alles NZ-Wanderfans unsere Wandertour in Kuerze:

Tag 1: Transfer von Queenstown ueber Glenorc
hy zum Parkplatz Routeburn Shelter von dort Wanderung bis zum Routeburn Flat Camp
Tag 2: Vom Flat Camp bis zum Lake Mackenzie mit Abstecher zum Conical Hill
Tag 3: Vom Lake Mackenzie bis zum Sattel (90 Minuten nach Beginn des Caples-Trecks)
Tag 4: Vom Sattel ueber die Upper Hut bis zur Mid Caples Hut
Tag 5: Von der Mid Caples Hut bis zum Parkplatz Greenst
one Station (von dort Transfer ueber Glenorchy zurueck nach Queenstown)