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Montag, 28. Februar 2011

Mount Cook & Lake Tekapo



Zwei Naechte waren wir auf dem Doc-Campingplatz in der Naehe des Mount Cook Dorfes. Der Mount Cook ist der hoehste Berg Neusselands und ein wichtiges Wahrzeichen. Diese Gegend um den Mount Cook war auf jeden Fall ein Hoehepunkt unserer Reise.
Einen Spaziergang unternahmen wir nach unserer Ankunft zum Tasman-See mit Blick auf den Tasman-Gletscher. Eisberge schwammen im See (siehe Foto); beim Erdbeben war ein riesiger Eisbrocken vom Gletscherrand in den See abgerutscht.
Spaeter haben wir uns noch im einzigen aber riesigen und teuren Hotel (japanische Reisegruppen) im Ort die Ausstellung ueber den Neuseelaender und Erstbesteiger des Mount Everest Edmund Hillary angesehen. Ausgestellte Oldtimer erzaehlten von der Geschichte dieses beruehmten Ortes.
Nach der ersten Nacht im Zelt brachen wir frueh morgens bei Kaelte und Nebel auf, um zur Mueller Huette aufzusteigen. Beim Aufstieg, der ziemlich steinig und geroellig war, konnten wir zunaechst immer nur Ausschnitte der Landschaft sehen, wenn sich der Nebel an bestimmten Stellen verzogen hatte. Als wir nach ca. zwei Stunden die erste Hoehe erreicht hatten, sahen wir die Gletscher und Schneefelder auf den gegenueberliegenden Bergen in der Sonne liegen. Mit grossem Getoese brach ab und zu ein Brocken von den Eisraendern ab und stuerzte in die Tiefe. Auf der Mueller-Huette machten wir eine Teepause und hatten mal wieder jede Menge Gespraechsthemen mit Deutschen und Schweizern. Beim Abstieg liessen wir uns viel Zeit, auch um den nun frei liegenden Mount Cook (ca. 3755 Meter) zu bewundern.
An einem kleinen Teich machten wir das Foto mit der Spiegelung der Bergspitze. Insgesamt waren wir 10 Stunden unterwegs. Abends liessen wir uns den mitgebrachten Raeucherlachs im Kuechenhaus des Campingplatzes schmecken.
Am naechsten Morgen machten wir noch eine kurze Wanderung ins Hooker-Tal zum Hooker-Gletschersee. Wieder der Beginn des Weges im dichten Nebel, die Landschaft wirkte dadurch sehr mystisch. Erst am See verschwanden die Nebel und vor uns lag strahlend der Mount Cook und die ihn umgebenden Berge. Am See trafen wir zwei Studentinnen aus Berlin, die uns von ihren Erlebnissen in Christchurch waehrend des Erdbebens berichteten. Sie waren in der Art-Gallery, einem Gebaeude, das den Erschuetterungen standgehalten hat. Ihre Unterkunft im Backpackers war zerstoert, sie kamen erst in einer WG in Christchurch unter und wurden dann von einer Familie ausserhalb aufgenommen, eher sie ihre Reise fortsetzen konnten.

Wir fuhren am Nachmittag ca. 100 km weiter zum Lake Tekapo, wo wir auf dem Rasen einer Jugendherberge zelteten und diesen fantastischen Blick am Abend von unserem Essensplatz aus hatten.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Von Oamaru nach Omarama

In Oamaru an der Ostkueste waren wir nur eine Nacht. Bei truebem Himmel haben wir uns den Hafen und hunderte von Seevoegeln auf einem abgesperrten Steg angesehen. Oamaru hatte seine grossse Zeit vor mehr als hundert Jahren und es stehen noch viele praechtige Gebauede aus Oamaru-Kalkstein im Stadtzentrum. Interessant war auch der Bummel durch die Hafenstrasse, die auch von dem alten Charme von Oamaru zeugte und heute vor allem Kuenstler und ihre Ateliers beherbergt. - Der Abend im Backpackers war dann sehr von den Ereignissen in Christchurch bestimmt.


Wir sind am naechsten Morgen weiter in Richtung Mount Cook gefahren. Auf dem Weg haben wir uns die Elefanten-Steine und einige Maori-Hoehlenzeichnungen angesehen.

Zwei Naechte haben wir anschliessend in der Naehe von Omarama neben einem Farmhaus gezeltet. Der Farmer Tony stellte sein Wohnzimmer und seine Wohnkueche fuer Gaeste zur Verfuegung und vermietete einen Schlafsaal und mehrere Doppelzimmer. Abends war dann Wettkochen angesagt. Unabhaengig voneinander kamen drei Gruppen mit frischem Lachs von einem See mit Zuchtanlage zurueck: Der eine Lachs wurde im Ofen gebacken, der andere zerlegt und kam in die Nudeln und unsere Stuecke wurden gebraten und mit Gemuese und Nudeln serviert. Lecker!
Der Farmer lud uns gestern ein, mit zu einer Schafsversteigerung nach Omarama zu kommen. Da standen wir dann zwischen den hemdsaermligen Farmern, ein paar Frauen und hunderte von Merino-Schafen und wunderten uns ueber die niedrigen Preise. Die Schafe wurden zwischen achtzig und hundertdreissig NZ-Dollar (zwischen 45 und 70 Euro) gehandelt.



Spaeter haben wir eine kleine Wanderung am Lake Ohau (siehe Foto) gemacht, wieder mal eine interessante Landschaft, in deren Naehe Szenen aus dem Herrn der Ringe gedreht wurden. Einkauf in Twitzel und Besuch der Apotheke. Markus Armgelenk war immer noch etwas angeschwollen.














Donnerstag, 17. Februar 2011

Der Routeburn- und der Caples-Treck

Wir sind zurueck, etwas erschoepft und wieder zerstochen von Sandfliegen, aber happy, dass alles gut geklappt hat (wir hatten ausreichend zu essen und die Rucksaecke waren trotz Zelt und Schlafsaecken nicht zu schwer).
Der Routeburn-Treck ist einer der great walks in NZ , der zu den schoensten Wanderungen des Landes zaehlt. Man muss vorher z.B. uebers Internet einen Schlafplatz in der Huette (50 NZ Dollar) oder auf einem Campingplatz (15 Dollar) buchen. Die Plaetze sind limitiert, um zu vermeiden, dass zu viele Leute den Treck wandern und die besondere Atmosphaere dadurch zerstoert wird. Der Treck dauert ungefaehr zwei Tage. Wir haben zwei Naechte auf dem Routeburn uebernachtet. Anschliessend kann man z.B. den Caples-Treck anschliessen, der nicht zu den great walks gehoert, d.h. man benoetigt keine Anmeldung, man kann in den Huetten uebernachten oder free Camping im Gelaende machen, 50 Meter vom Weg entfernt.
Wir haben vier Naechte draussen gezeltet, hatten Glueck mit dem Wetter, abends war es zwar ziemlich kalt und auch am Morgen, aber tagsueber viel Sonne und weitgehend tolle Sicht auf Berge und die Taeler.
Waehrend die great walks toll ausgebaut sind mit parkaehnlichen Wegen, Bruecken ueber jeden Bach und einer sehr guten Beschilderung, war das beim Caples-Treck nicht so.
Wir begannen den Treck, indem wir einen deutlichen Hinweis ignorierten, diesen Weg nicht zu gehen, weil er neu ausgebaut wird und wegen der starken Regenfaelle in der letzten Zeit Gefahren birgt. Die ersten 90 Minuten des Trecks lieferten dann das Angekuendigte: Wir mussten Baeche ueberqueren (Wanderschuhe ausziehen), die Wege standen unter Wasser, es ging steil den Berg hinauf ueber Wurzeln und Steine, es war mehr ein Klettern als ein Wandern. Bei der dritten Bachueberquerung passierte es dann. Markus hatte Angst im Matsch zu versinken und ich wollte ihm wagemutig zeigen wie man den Bach auf einem Baumstamm ueberquert. Dieser bewegte sich leider, als ich schon mit einem Bein am anderen Ufer stand und ich sacke mit den Beinen und auch mit meiner kurzen Hose ins Wasser. Da war die Panik gross, ich konnte mich zwar schnell ans andere Ufer ziehen, aber alle Inhalte der Hosentaschen waren leicht nass geworden. Auch den Fotoapparat hatte es erwischt. Er gab nach dem Oeffnen den Geist auf. Der weitere Aufstieg auf den Berg war etwas betruebt, weil wir davon ausgingen den Apparat zerstoert zu haben. Aber am naechsten Tag - oh Wunder -, nachdem wir ihn laengere Zeit in die Sonne gelegt hatten, war alles wieder in Ordnung. Glueck gehabt!

Fuer alles NZ-Wanderfans unsere Wandertour in Kuerze:

Tag 1: Transfer von Queenstown ueber Glenorc
hy zum Parkplatz Routeburn Shelter von dort Wanderung bis zum Routeburn Flat Camp
Tag 2: Vom Flat Camp bis zum Lake Mackenzie mit Abstecher zum Conical Hill
Tag 3: Vom Lake Mackenzie bis zum Sattel (90 Minuten nach Beginn des Caples-Trecks)
Tag 4: Vom Sattel ueber die Upper Hut bis zur Mid Caples Hut
Tag 5: Von der Mid Caples Hut bis zum Parkplatz Greenst
one Station (von dort Transfer ueber Glenorchy zurueck nach Queenstown)

Samstag, 12. Februar 2011

Queenstown - in der Villa Kunterbunt

Mit dem Bus ging es von Wanaka nach Queenstown, dort wohnten wir fuer zwei Naechte im Backpackers mit vielen Jugendlichen aus aller Welt und auch vielen aus Deutschland. Wir beiden Alten haben ein Doppelzimmer bezogen, ansonsten schlaeft man in Schlafsaelen mit mehreren Personen. Das Haus erinnert an die Villa Kunterbunt, Plakate, chaotisches Mobiliar, es gibt einige Plaetze, um draussen zu sitzen, Haengematten und einen etwas suspekten Pool mit Blubberwasser draussen.
(Um drei Uhr morgens musste ich leider drei Jungs in der Kueche ermahnen, nicht so laut zu quatschen. Ich kam mir dabei vor wie der Herbergspapa, habe erstmal die Tueren geschlossen und die Flutlichter im Flur ausgemacht und zum Glueck wurde es dann auch leiser).

Gestern haben wir zunaechst einen Bummel durch das schoene Queenstown gemacht, abends ging es dann ganz viel um heimatliche Themen beim Abendessen im Backpackers: Wir haben dort eine Frau kennen gelernt, die fuer die deutsche Kinder- und Jugendstiftung gearbeitet hat und sie und ich redeten ueber Schuelerfirmen und wie man Kindergartenkinder unterstuetzen kann, ihre eigenen Fragen zu verfolgen. Dann haben ich natuerlich vom "Selbstbestimmten Lernen" und unserer Schule, der Altersmischung und die Arbeit an eigenen Themen erzaehlt. Irgendwann wurde es ihr zu viel und sie meinte, dass sie sich in NZ eigentlich mal mit anderen Themen beschaeftigen wolle. Ich fand das Gespraech mit ihr klasse, da habe ich doch auch etwas in den letzten Wochen vermisst.

Markus war auch nicht mehr in Reisestimmung: Er hatte gestern um Mitternacht naemlich ein Vorstellungsgespraech bei der Firma, bei der er im Mai voraussichtlich ein neues Projekt haben wird. Also setzte er sich an den Computer im Eingangsbereich des Backpackers und stellte sich mehr als eine Stunde den Fragen der Zustaendigen der Firma Linde in Muenchen. Draussen wurde lustig gefeiert. Das internationale Voelkchen liess die Bierflaschen kreisen, die Tuer knallte auf und zu, es wurde auch mal gegroelt und Markus sass mit rotem Kopf vor dem Computer und versuchte fachlich zu ueberzeugen.
Auch heute bei unserer Wanderung ging es wieder um die Zukunft nach der Reise, denn wahrscheinlich war das Vorstellungsgespraech erfolgreich und Markus wird ab Mai unter der Woche in Muenchen arbeiten.

Die Tageswanderung im Hinterland von Queenstown war klasse (siehe Foto, Blick ueber den See bei Queenstown). Wir waren stundenlang alleine in den Bergen unterwegs. Dass wird auf dem Routeburn-Treck und Cables-Treck wohl nicht so sein, denn alle Huetten- und Campplaetze sind ausgebucht.
Und von uns werdet Ihr die naechsten vier bis fuenf Tage auf jeden Fall nichts hoeren, denn auf dem Treck gibts kein Internet-Cafe.

Queenstown ist im uebrigen fuer seine Abenteuermoeglichkeiten bekannt. Hier kann man mit dem Jetboot Fluesse hochrasen, paraglyden und natuerlich am Seil festgebunden von Felsen und Bruecken springen (wie heisst das noch?). Wir konnten heute bei der Wanderung einige Adrenalinsuechtige beobachten, die sich mit einem markerschuetternen Schrei in die Schlucht stuerzten (siehe Foto).

Sonntag, 30. Januar 2011

Im Abel-Tasman Nationalpark



Mit zerstochenen Armen und Beinen (von den Sandfliegen und Muecken) und mit schwieligen Haenden sind wir von unserer Kajak-Tour im Abel-Tasman Nationalpark zurueck.


Am Beginn des Parks in Marahau haben wir in der ersten Nacht gezeltet. Am naechsten Morgen ging es mit einer Einfuehrung zum Gebrauch der Kajaks, zum Fahrverlauf und zur Sicherheit auf dem Wasser los. Wir verstauten unser Gepaeck im grossen Kajak, hievten es auf einen Trecker, der die Boote samt Besatzung zum nahen Strand brachte. Nach einigen Konfusionen mit der Lenkung unseres Bootes, bei der uns unsere Lehrerin noch ein paar Techniken zeigte, ging es los. Wir fuhren an der wunderschoenen Kueste mit goldgelben Sandstraenden und Buchten entlang, umrundeten einige kleine Inseln und hofften darauf Robben und Pinguine zu sehen. Eine Essens- und Schwimmpause legten wir auf einer kleinen Insel - Fishermans Island - ein. Nachmittags landeten wir an einem schoenen Strand mit einem kleinen Suesswasserteich, in dem man sich das Salzwasser abwaschen konnte. Da dieser Campingplatz nur Meerzugang hatte, waren wir mit vier anderen Kajakfahrern alleine. Abends sassen wir bei Kerzenschein mit drei weiteren Deutschen zusammen und tauschten uns ueber Land und Leute aus.


Auch der naechste sonnige Tag war zunaechst wunderbar. Bald begann aber Markus Ruecken so zu schmerzen, dass auch gymnastische Uebungen im Boot nicht mehr halfen und wir Zwischenhalte an Straenden einlegen mussten. Gegen Mittag wurde das Meer stuermischer, der Wind blies uns ins Gesicht, dazu kamen hohe Wellen und wir mussten (so dachten wir, nach einer fehlerhaften Auskunft) ein Kliff umschiffen. Wir kamen nur wie die Meeresschnecken voran, die Laune sank, bei mir ging es nur noch ums Durchhalten und Markus kaempfte gegen seine Rueckenschmerzen an. Nachdem wir uns ziemlich weit in die naechste Bucht gekaempft hatten, guckte ich mir noch einmal genauer unsere Landkarte an und stellte dann fest, dass wir zu weit gefahren waren. Also eine Wende mit dem Boot und der Wind trieb uns fast in die naechste Bucht, wo wir den naechsten Platz zum Campen hatten. Wir kamen in der Bucht an und fuehlten uns wie Robinson auf seiner einsamen Insel: ein fantastischer Strand mit Suesswasserbach und eine kleine gruen bewachsene Felseninsel der Bucht vorgelagert (siehe vorletztes Foto). Abends stellten wir dann fest, warum die Bucht Mosquito Bay heisst. Als wir das Zelt nur kurz oeffneten, hatten wir ca. 30 Muecken im Zelt, die wir gnadenlos killten. Schlimmer waren allerdings die Sandfliegen. Sie sind klein, lautlos und die Stiche schmerzen zunaechst nicht. Aber 24 Stunden spaeter erlebt man dann sein schmerzhaftes Naturwunder. Ein Brennen und Jucken riess uns letzte Nacht aus dem Schlaf und zum Glueck hatten wir uns vorher eine spezielle Creme besorgt, um die Serien von Stichen zu lindern.
In der Nacht in der Muecken-Bucht hatte Markus noch eine Begegnung mit einem Possum, grosse fellige Saeugetiere, die hier in Massen auftreten und vor allem die flugunfaehige Vogelwelt und ihren Nachwuchs ernsthaft bedrohen. Das Possum machte sich an unseren Vorraeten zu schaffen und als Markus aus dem Zelt kroch, um es zu verscheuchen, blickte es ihn, aufgestellt auf seinen Hinterbeinen, erst einmal ganz frech an.
Am dritten Morgen machten wir nur noch eine zweistuendige Fahrt mit den Kajaks und umrundeten eine Insel, auf der eine Kolonie von Robben lebt. Wir hatten Glueck und konnten mehrere Robbenbabbies beobachten, spaeter schwamm dann noch eine Robbe an unserem Boot vorbei. Ein schoenes Erlebnis!

Wir stellten unsere Boote auf einem verabredeten Strand ab und wanderten bis zum Nachmittag auf einem tollen Wanderweg an der Kueste entlang nach Totaranui, von wo uns ein Wassertaxi abholte und zurueck zum Ausgangspunk nach Marahau brachte, wo wir noch eine Nacht auf dem Zeltplatz uebernachteten.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Tongariro Alpine Crossing

Heute haben wir die angeblich beste Tageswanderung von ganz NZ gemacht. Frueh ging es los von unserer Backpacker-Unterkunft mit einem Bus, der uns zum Ausgangspunkt fuer diese Wanderung brachte. (Nach 7 Stunden Wanderung holte der Bus uns wieder ab.)
Diese Wanderung machen hier ziemlich viele Leute. Sie ist aber auch spektakulaer, weil sie durch ein Gebiet fuehrt, das von Vulkanen und Lavagestein und weiten wuestenaehlichen Ebenen dominiert wird. (Der letzte grosse Ausbruch fand hier vor ca. 50 Jahren statt.)
Wir haben auch den Mount Tongario bestiegen. Von der Spitze dieses Berges (1997 Meter) hatten wir einen tollen Blick auf den Vulkankegel des Mount Ngauruhoe. Dieser Vulkankegel war im "Herr der Ringe" der Schicksalsberg.
(Auf unserer Reisekarte sind alle Orte gekennzeichnet, an denen Szenen aus dem Herrn der Ringe gedreht wurden.)
Spaeter ging es dann an smaragdgruenen Seen vorbei, es dampfte aus Erdspalten, bald darauf hochalpine Landschaft und gegen Ende des Trecks wanderten wir durch subtropischen gruenen Farnwald.
Das Wetter war super, die Sicht auf Berge und Landschaft waren frei. Jetzt sind wir muede und werden gleich unser Abendessen in der Backpacker-Unterkunft angehen.

Dienstag, 18. Januar 2011

Rund um Rotorua

Dass es auch in Neuseeland im Sommer regnen kann, zeigte uns gestern das Wetter in in Rotorura.
Wir haben das Museum besucht und uns bei einer netten Fuehrerin die Vorzuege des ehemaligen Thermalbades, einige Details der Maorikultur und den Ausbruch des Vulkans Tarwera im 19. Jhd. zeigen lassen. Bei der anschliessenden Filmvorfuehrung wackelten die Baenke als im Film der Vulkan Feuer spuckte.
Die letzten Tage waren noch auf der Coromandel Halbinsel und haben an einem schoenen Strand im Osten der Insel uebernachtet, den Strand in Hahei mit dem Cathedral Cove besucht und uns den Spass am Hot Water Beach angesehen.
Markus lag zwei Tage mit Fieber darnieder, ist jetzt aber wieder fit. Schoen war das Zusammentreffen mit zwei Weltreisenden aus Frankreich, die lange in Vietnam gewesen waren. Michael hat mit ihnen einen Ausflug zum Strand nach Hahei gemacht und wir haben mit ihnen zusammen zu Abend gegessen - alle Gespraeche in Englisch - es geht immer besser!
Nach zwei Naechten in Rotorua im Backpackers, wo wir immer unter vielen Leuten waren und gut gekocht haben, sind wir heute weiter Richtung Sueden gefahren.
Die thermischen Attraktionen haben wir am Weg liegen lassen, weil uns die Preise zu hoch waren. Mehr als 30 Dollar pro Person fuer einen Spaziergang zu einem Geysir oder zu einer Hoehle mit gruenschimmernden Wasser. Ziemlich aergerlich wie die Touristen hier ausgenommen werden, das hatte ich von NZ nicht erwartet. Die Preissteigerung fuer diese Attraktionen liegt bei 300 Prozent.
Immerhin haben wir gestern in Rotorua ein paar kleinere thermische Sensationen auch ohne Geld sehen koennen und heute haben wir in einem Fluss gebadet, der durch einen Bach mit heissem Wasser gespeist wurde. Der Fluss, der vom Lake Taupo wegfuehrt, hatte glasklares Wasser - unglaublich, wenn man an die Fluesse in Indien denkt.


Samstag, 8. Januar 2011

Tage in Auckland und Umgebung

Mit Stephan haben wir eine tolle sechs-stuendige Wanderung an der Westkueste von Auckland unternommen. Erst ging es zum wunderbaren Kare-Kare Strand und dann den Mount Zion hoch (auf 220 Meter) durch subtropische Vegetation mit Farnen, Palmen und Tea-trees. Abstieg zum Strand zu einer schwarzen Duene. Dann einen sehr interessaten Weg einen Bach entlang aufwaerts auf einen Berg. Dort mussten wir klettern und an Felsen steigen und Markus ist nass geworden, weil er den Weg durch den Bach genommen hat, der an einigen Stellen sehr tief war. Das war so ein richtiger Abenteuer-Dschungelweg sehr abwechslungsreich. Bei der Rast im Wald hat Markus erst einmal die nassgewordenen Dollar-Scheine trocknen
muessen. Nach sechs Stunden waren wir etwas erschoept am Auto zurueck.
Gestern haben wir dann zum zweiten Mal Auckland-City besucht, uebrigens die groesste Stadt von NZ mit einem sehr angenehmen und entspanntem staedtischen Klima. Wir waren auf der sehr englischen Halbinsel Davenport, die der Stadt gegenueber liegt und haben dort die alten Haueser, den Ausblick ueber die Skyline von Auckland (Foto) und den Hafen bewundert.
Mit der Faehre sind wir in die Stadt gefahren und Stephan hat sich ein neues Handy gekauft. Zurueck in seinem Haeuschen hat Stephan uns wieder mal mit einem tollen Essen ueberrascht.
Heute werden wir unser Luxus-Guesthouse verlassen nach einem gepflegten Fruehstueck mit klassischer Musik, professoralen Gespraechen ueber H. Ch. Andersen und Muesli mit frischen Erdbeeren. In der naechsten Nacht wird es dann entschieden naturnaeher und preiswerter, weil wir auf Stephans Grundstueck campen werden. Morgen geht es dann mit unserem Auto Richtung Sueden zu den sprudelnden Geysiren.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Gelandet in Neuseeland

Nach einem 11 stuendigen Flug von Bangkok sind wir gut in Auckland gelandet. Stephan, mein ehemaliger Nachbar aus der Gotenstrasse, der nach NZ ausgewandert ist, hat uns vom Flughafen abgeholt und uns zu unserem Guesthouse gebracht, in dessen Naehe er auch sein kleines Haus hat. Wir haben ein nettes Zimmer in einem Nebengebaeude mit fantastischem Blick ueber die Kueste bezogen, mit den schwedischen Vermietern geplaudert u.a. ueber Weill und Eisler und im Pool den verspannten Ruecken wieder in Form gebracht. Hier ist es sehr ruhig, keinerlei Verkehrslaerm, viele Baeume und Pflanzen, alles ist sehr gruen und im Hintergrund Kueste, Buchten und Meer. Gleich holt uns Stephan ab und zeigt uns sein Haeuschen, dann werden wir planen, was wir die naechsten Tage in Auckland unternehmen werden.

Foto1: Ausflug an die Kueste
Foto 2: Stephan vor seinem Gemuesegarten