Sonntag, 31. Oktober 2010

Krank in Bangkok...

Haben gestern In New Dehli unserer letzten Rupien in Essen umgesetzt und sind heutemorgen in Bangkok gelandet. Leider hat das letzte Mahl Michael nicht gut getan, schon auf dem Flug hatte er hohes Fieber und liegt nun in unserem schoenen Hotelzimmer im Bett. Auf dem Weg vom Flughafen nach Bangkok liess sich aber schon erkenBild hinzufügenn das wir besseren, bzw. hygienischeren Laendern entgegenblicken. New Dehli war doch recht schmutzig und der Gestank teilweise unertraeglich, so das dieses wohl hoffentlich auf unserer Reise nicht mehr getoppt wird. Unser Indien Abschlussbericht wird nachgereicht, sobald Michael auskuriert ist und wir ein wenig Abstand haben :-). Ansonsten geht es uns entsprechend gut, morgen werde ich,nun leider alleine, einen Thai Kochkurs machen. Damit sollte sich der Krankendienst auf jeden Fall leichter gestalten...

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Eine Traene auf der Wange der Ewigkeit

Bei einem stimmungsvollen Sonnenuntergang auf der Dachterasse unseres Hotels im schmuddeligen Altstadtviertel von Agra haben wir gerade noch einmal den Taj Mahal bewundert. Der Mogulherrscher Shah Jahan liess den Taj Mahal 1631 zum Gedenken an seine zweite Frau Mumtaz Mahal errichten.

Morgens quaelten wir uns um 5.30 Uhr aus dem Bett, kurzes Fruehstueck in der - laut lonely planet - angesagtesten Imbissbude und um 6.30 Uhr standen wir schon in der Warteschlange vor dem Westtor. Wenig spaeter hatten wir den beruehmten Blick ueber die Wassserlaufe zum "schoensten Bauwerk der Welt".

Dann griff sich ein Guide die ahnungslosen Touristen und eilte mit uns zur Westseite des Taj Mahal fuer den optimalen Fotostandort. Aus einer Moschee heraus konnten wir nun die orangerote Sonne zwischen Gebaeude und Minarettsaeule aufgehen sehen. Eindrucksvoll auch die Stimmung an der Nordseite. Der Fluss Yamuna lag noch im Dunst, ein kleines Ruderboot auf dem ruhig fliessenden Gewaesser und dagegen die 40 Meter hohen Minarettsaeulen und die massiven weissen Marmorsteine des Grabmals. - Beide waren wir von den Eindruecken begeistert, obwohl wir wie ihr den Taj Mahal schon auf hunderten von Fotos gesehen haben.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Der Mararishi & Die Beatles

Gestern waren wir auf den Spuren der Beatles. Die waren naemlich 1968 auch in Rishikesh im Swarg Ashram des Mararishi Mahesh Yogi. Sie haben damals jede Menge Songs dort geschrieben, unter anderem viele die es auf die Doppel-LP "White Album" schafften.

Geruechte ueber die Geldgier des Mahrarishi und sein Verhalten gegenueber einigen Anhaengerinnen raubten den Beatles ihre Illusionen. " You made a foul of everyone" (Du hast alle zum Narren gehalten) sang John Lennon ueber den Mararishi. Spater wurde das von Beatles aber dementiert.


Viel war von der alten Pracht des Ashram nicht mehr zu sehen- er liegt ca. 3 KM vor Rishikesh und ist dort, abgelegen von der eigentlichen Stadt, dem langsamen Verfall preisgegeben. Auch die Gaeste haben gewechselt: machten die Beatles damals mit Ihrem Aufenthalt internationale Schlagzeilen, beherbergt das Gelaende heute nur noch ein paar wilde Affen...

Sonntag, 24. Oktober 2010

... ein besonderer Platz am Ganges fuer Yoga und ...

So jetzt sind unsere sieben Ashram-Tage auch vorbei. In der lauten und touristischen Stadt Rishikesh liegt 5 km flussaufwaerts ein kleines Ashram. Dort lebt eine Gruppe von Menschen mit einem geistigen Fuehrer, einem kleinen Tempel im Zentrum, vielen Zimmern fuer die Besucher und mit einem schoenen Garten direkt am Ganges.

Unser Programm dort bestand aus Yoga- Uebungen in Praxis und Theorie, wobei es der Anspruch des Ashrams war den spirituellen ganzheitlichen Yoga zu praktizieren und nicht nur den gymnastischen Teil. Also gehoerte dazu auch die Nasenreinigung, das Singen von meditativen hinduistischen Liedern und die Konzentration und Entspannung. Ein weiterer Bestandteil waren die Gemeinschaftsaufgaben und meditative Spaziergaenge zu einem Wasserfall (sehr beeindruckend) und zu Strandplaetzen am Ganges, wo man sogar schwimmen konnte.
Was mir sehr gefallen hat, war die Lage direkt am Fluss in der Naehe der Berge. Kein Auto haben wir eine Woche lang gehoert und dass ist fuer Indien etwas besonderes, da alle immer aus unerfindlichen Gruenden herumhupen. In der Nacht war es still bis auf das kraeftige Rauschen des Ganges. Wie schoen das ist, wusste ich letzte Nacht wieder zu schaetzen, da neben unserem Zimmer bis drei Uhr morgens froehliche Studenten aus Israel (woher sonst) kifften und lauthals quatschten. Waren die etwas ruhiger, legten die Hunde klaeffend los...
Toll war neben dem Yoga die internationale Gruppe der zumeist jungen Teilnehmer: Suedafrika, Argentinien, USA, Australien und Interessierte aus vielen europaischen Laendern. Wenn wir dann nach dem Mittagessen wieder reden durften, ging es auch zumeist so richtig travellermaessig zur Sache. Wo wart ihr, wo wollt ihr hin? das Hotel dort war klasse, da kann man super tauchen, das ist da ganz billig und so weiter. Hatte man vorher die Schweigezeit vielleicht als zwanghaft empfunden, merkte man nach den vielen Gespraechen, dass sie durchaus ihren Sinn hatte, um zur Ruhe zu kommen und seine Umwelt bewusster wahrzunehmen.
Toll war fuer die kleine deutsche Gruppe von vier Jungs unser Auftritt am letzten Abend am Lagerfeuer. Nachdem sich die Amis mit Old Mac Donald blamiert hatten, trumpften wir mit einem Kanon aus der Zeit der Friedensbewegung auf, den ich vorher mit den Jungs geuebt hatte. Aber da hatte der Franzose seinen Beitrag noch nicht abgeliefert...
Was mir nicht gefallen hat, war die Meditation um sechs Uhr morgens, da habe ich dann gestreikt. Nach den Uebungen und am Abend fand ich es okay...
Insgesamt eine Mischung aus Ferienlager, Klassenfahrt und Koerperuebungen - nur alles in eine andere Szenerie und Kultur versetzt.

Samstag, 16. Oktober 2010

Ab in den Ashram ...




Liebe Leserinnen und Leser,
voraussichtlich werdet ihr nichts von uns in den naechsten Tagen (7) lesen koennen, da wir in einem schicken Ashram an Yoga- und Meditationskursen teilnehmen werden. Der Ashram ist am Ganges gelegen, ausserhalb von Rishikesh - der Weltstadt des Yoga.
Relativ spontan haben wir uns heute dazu entschieden und wir sind gespannt, ob wir es schaffen bis zum Mittagessen nicht zu sprechen.

Freitag, 15. Oktober 2010

Haridwar - heilige Stadt am Ganges

Gestern sind wir nach langer - stressiger - Fahrt mit dem Bus in Haridwar (ca. 200 km noerdlich von Delhi) gelandet. Einer von den wichtigsten heiligen Plaetzen der Hindus in Indien.
Heute haben wir die ersten Eindruecke von den Zermemonien der Hindus am Ganges bekommen. Unglaubliche Typen sind hier unterwegs und interessante Szenen spielen sich am Fluss und in den Tempeln ab. Heute abend werden wir uns die Kerzenlichter und Blumenopfer auf dem Ganges anschauen, die von den Pilgern in den Fluss gesetzt werden.
Der Junge auf dem Foto gehoert zu einer Gruppe von Knaben, die den Sand des Flusses nach verwertbaren Gegenstaenden durchsuchen, die Pilger verloren haben. Einer hatte tatsaechlich einen Armreif am Ufer liegen, den er aus dem Wasser - das auch hier schon verschmutzt ist - gefischt hat.

Alles Zucker...


Am Mittwoch waren wir in Chandigarh - siehe Michaels post - in einem recht feinen Restaurant essen, als wir vom Nachbartisch Schuetzenhilfe bei der Essensbestellung bekamen. Der sehr nette, grau mellierte Herr, ein Mr. Suri , stellte sich als Direktor einer Zuckerfabrik heraus. Nachdem noch sein Bruder und ein Angestellter der Fabrik erschienen, entwickelte sich ein kleiner Smalltalk mit grossen Folgen. Als naemlich die Rechnung kam, wurde diese sogleich von unseren neuen Freunden beglichen und wir wurden eingeladen die ca. 60 KM weit entfernte Fabrik zu besuchen. Der Chauffeur wuerde uns am naechsten Tag von unserem Hotel abholen. Tatsaechlich stand am naechsten Tag vor unserem Low Budget Hotel ein Wagen, der uns in den Fabrik Resort bringen sollte. Resort fuer ein Fabrikgelaende klingt vielleicht eine wenig uebertrieben. Aber tatsaechlich handelte es sich um ein streng bewachtes Gelaende, wo neben der Fabrik auch ca. 500 Angestellte und Arbeiter mit Familien in einem parkaehnlichen Gelaende leben. Das Gelaende hatte neben vier Gaestebungalows, einen Swimmingpool, Tennis- und Federballplatz, einen Einkaufsladen, Schuster, Schneider, Landwirtschaft und eigene Huehner zu bieten. Also eine eigene Welt unter dem Patriach der beiden Direktoren.
Als private Gaeste wurden wir Abends von den Angestellten bekocht und bedient und durften auch den grossen Pool benutzen, welches nur dem Management vorbehalten ist. Wir haben als Gastgeschenk eine dicke Schokoladentorte mitgebracht, die abends gemeinsam angeschnitten wurde und haben uns viel ueber Indien, Politik, Wirtschaft und unsere Reise unterhalten.
Unsere Eindruecke waren vielfaeltig. Zum einen hat uns der Reichtum schon ueberrascht und die Gastfreundschaft geschmeichelt. Die unterwuerfige Haltung der Angestellten und die staendigen Verbeugungen waren uns jedoch fremd und ein wenig peinlich. Die Torte kam aber insgesamt gut an - kein Wunder bei dem ganzen Zucker, den man darauf verwendet hat, war sie ein kleiner Beitrag zum Reichtum unserer Gastgeber. - Uebrigens haben wir dort in einem eigenen Gaestehaus uebernachtet, konnten morgens wieder im Pool bei Sonnenaufgang schwimmen und wurden vom Chauffeur in die Stadt bzw. zum Bus nach Haridwar gebracht.